Ausbruchsmanagement
Ausbruchsmanagement ist das koordinierte Erkennen, Eindämmen, Dokumentieren und Auswerten gehäuft auftretender übertragbarer Erkrankungen in einer Einrichtung oder Versorgungsgruppe.
Es verbindet Fallklärung, Schutzmaßnahmen, Personal- und Raumorganisation, Diagnostik, Kommunikation und Zusammenarbeit mit Gesundheitsamt und Hygienefachlichkeit.
Auch gebräuchlich: Infektionsausbruch bewältigen
Ausbruchsmanagement: Verlauf, Funktion und Alltag zusammen betrachten
Es verbindet Fallklärung, Schutzmaßnahmen, Personal- und Raumorganisation, Diagnostik, Kommunikation und Zusammenarbeit mit Gesundheitsamt und Hygienefachlichkeit. Bei Ausbruchsmanagement werden Beschwerden, Fähigkeiten, Verlauf, Behandlung und persönliche Ziele zusammen betrachtet. Einzelbeobachtungen erhalten erst durch Zeitpunkt, Ausgangslage und Veränderung ihre Bedeutung und werden verständlich an die zuständige Fachperson übergeben.
Drei Entscheidungspunkte bei Ausbruchsmanagement
- Veränderung erkennen
Zeit, Ort, Symptome, Kontakte, Dienste und gemeinsame Expositionen werden in einer aktuellen Fallliste zusammengeführt, ohne unnötige personenbezogene Daten zu verbreiten. Beobachtet wird im Vergleich zum persönlichen Ausgangszustand und nicht anhand eines einzelnen unspezifischen Zeichens.
- Unterstützung anpassen
Ein verantwortliches Team setzt Auslösekriterien, Bereiche, Schutz, Material, Personalplanung und Kommunikationswege nach Erreger und Lage um. Wirkung, Belastung und unerwünschte Folgen werden zeitnah mit demselben geeigneten Maß erneut beurteilt.
- Versorgung abstimmen
Bei Ausbruchsmanagement werden aktuelle Diagnosen, Anordnungen, Medikamente, Hilfsmittel und vereinbarte Warnzeichen über Sektorengrenzen vollständig weitergegeben. Unklare oder widersprüchliche Angaben werden vor einer riskanten Handlung geklärt.
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Quellen
- Robert Koch-Institut: Ausbruchsmanagement bei nosokomialen Infektionen
- Robert Koch-Institut: Aktuelle Empfehlungen der KRINKO
Quellen- und Prüfstand: 29. August 2026