Gerätehygiene
Gerätehygiene umfasst Reinigung, Desinfektion, Aufbereitung, Lagerung und personenbezogene Nutzung von Pflegeutensilien und Medizinprodukten entsprechend Risiko und Herstellerangaben.
Blutdruckmanschette, Stethoskop, Thermometer, Inhalations- oder Absaugzubehör können bei falscher Handhabung Erreger übertragen oder technisch geschädigt werden.
Auch gebräuchlich: Hygiene von Pflegeutensilien, Umgebungshygiene
Gerätehygiene: Verlauf, Funktion und Alltag zusammen betrachten
Blutdruckmanschette, Stethoskop, Thermometer, Inhalations- oder Absaugzubehör können bei falscher Handhabung Erreger übertragen oder technisch geschädigt werden. Bei Gerätehygiene werden Beschwerden, Fähigkeiten, Verlauf, Behandlung und persönliche Ziele zusammen betrachtet. Einzelbeobachtungen erhalten erst durch Zeitpunkt, Ausgangslage und Veränderung ihre Bedeutung und werden verständlich an die zuständige Fachperson übergeben.
Drei Entscheidungspunkte bei Gerätehygiene
- Veränderung erkennen
Verschmutzung, Einsatzart, Kontakt mit Schleimhaut oder Wunde, Materialverträglichkeit und Freigabestatus werden vor erneuter Nutzung geprüft. Beobachtet wird im Vergleich zum persönlichen Ausgangszustand und nicht anhand eines einzelnen unspezifischen Zeichens.
- Unterstützung anpassen
Verantwortung, Mittel, Einwirkzeit, Trocknung, Lagerung und Dokumentation stehen im Hygieneplan; Einmalprodukte werden nicht ungeprüft wiederverwendet. Wirkung, Belastung und unerwünschte Folgen werden zeitnah mit demselben geeigneten Maß erneut beurteilt.
- Versorgung abstimmen
Bei Gerätehygiene werden aktuelle Diagnosen, Anordnungen, Medikamente, Hilfsmittel und vereinbarte Warnzeichen über Sektorengrenzen vollständig weitergegeben. Unklare oder widersprüchliche Angaben werden vor einer riskanten Handlung geklärt.
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Quellen
- Robert Koch-Institut: Aktuelle Empfehlungen der KRINKO
- Robert Koch-Institut: Infektionsprävention in der Pflege
Quellen- und Prüfstand: 29. August 2026