Haut- und Fußprävention
Haut- und Fußprävention umfasst regelmäßige Selbst- oder Fremdbeobachtung, schonende Pflege, Druckschutz und frühe Abklärung von Veränderungen.
Sie ist besonders wichtig bei Diabetes, Durchblutungsstörung, Neuropathie, Ödemen, Immobilität oder fragiler Haut. Beobachtung und Schutz werden an das persönliche Risiko angepasst.
Auch gebräuchlich: präventive Haut- und Fußpflege, Fußgesundheit erhalten
Täglicher Blick und passende Entlastung verhindern mehr als aggressive Pflege
Füße, Fersen, Zehenzwischenräume, Nägel und belastete Hautstellen werden bei guter Beleuchtung kontrolliert. Geeignete Schuhe, trockene Zwischenräume, rückfettende Pflege an passenden Stellen und vorsichtiger Umgang mit Hornhaut schützen. Die Maßnahmen richten sich nach Sensibilität und Durchblutung.
Worauf es bei Haut- und Fußprävention besonders ankommt
- Druckstellen früh sehen
Rötung, Blase, Hornhaut, Scheuerstelle oder Fremdkörper im Schuh werden vor weiterer Belastung erkannt. Schmerzfreiheit ist bei Neuropathie kein zuverlässiges Entwarnungszeichen.
- Pflege sicher dosieren
Sehr heißes Wasser, scharfe Klingen, Hühneraugenpflaster und unkontrollierte Wärme können Gewebe schädigen. Bei hohem Risiko erfolgt Nagel- und Hornhautpflege fachgerecht.
- Schuhe und Hilfsmittel prüfen
Passform, Nähte, Einlagen, Strümpfe und tägliche Tragedauer beeinflussen Druck. Neue Hilfsmittel werden schrittweise genutzt und die Haut anschließend kontrolliert.
Quellen
- AWMF und NVL-Programm: Nationale VersorgungsLeitlinie Typ-2-Diabetes
- AWMF: S3-Leitlinie Lokaltherapie schwerheilender und chronischer Wunden
- Deutsches Netzwerk für Qualitätsentwicklung in der Pflege: Expertenstandards und Methodenpapier
Quellen- und Prüfstand: 29. August 2026