Mobilität, Haut & Prävention

Gesundheitskompetenz

Gesundheitskompetenz ist die Fähigkeit, Gesundheitsinformationen zu finden, zu verstehen, zu beurteilen und für Entscheidungen im Alltag anzuwenden.

Sie hängt nicht nur von der Person ab, sondern auch davon, wie verständlich, zugänglich und vertrauenswürdig Organisationen und Informationen gestaltet sind.

Auch gebräuchlich: Health Literacy, Gesundheitsinformationen verstehen

Sicher einordnen

Gute Information macht eine sichere Entscheidung möglich, statt Wissen abzufragen

Pflegeinformationen können durch Fachsprache, widersprüchliche Quellen, Werbung oder Zeitdruck schwer nutzbar sein. Fachpersonen erklären zentrale Punkte in verständlicher Sprache, begrenzen die Informationsmenge und lassen die Person mit eigenen Worten wiedergeben, was sie tun oder beobachten soll. Barrieren werden aktiv reduziert.

Im Pflegealltag

Worauf es bei Gesundheitskompetenz besonders ankommt

  • Quelle prüfen

    Herausgeber, fachliche Belege, Aktualisierungsdatum, Finanzierung und erkennbare Verkaufsinteressen helfen, vertrauenswürdige Gesundheitsinformation von Werbung oder unbelegten Behauptungen zu unterscheiden.

  • Verstehen absichern

    Teach-back ist keine Prüfung: Die Person erklärt den Plan in eigenen Worten, damit die erklärende Stelle erkennt, ob sie verständlich genug war und was noch geklärt werden muss.

  • Betrugsdruck erkennen

    Zeitdruck, Heilungsversprechen, geheime Methoden, Vorabzahlung oder Forderungen nach sensiblen Daten sind Warnzeichen. Entscheidungen werden unterbrochen und mit einer unabhängigen Stelle geprüft.

Quellen

  1. Bundesministerium für Gesundheit: Gesundheitskompetenz in der Bevölkerung
  2. Bundesministerium für Gesundheit – gesund.bund.de: Pflegewissen für pflegende Angehörige
  3. Bundesministerium für Arbeit und Soziales: Leichte Sprache anwenden

Quellen- und Prüfstand: 29. August 2026