Gesundes Raumklima
Ein gesundes Raumklima verbindet angemessene Temperatur, Luftfeuchtigkeit, Luftaustausch und geringe Schadstoff- oder Geruchsbelastung mit den Bedürfnissen der anwesenden Menschen.
Pflegebedürftige Personen können Hitze, Kälte oder schlechte Luft oft schlechter ausgleichen oder mitteilen. Empfinden und messbare Bedingungen werden deshalb gemeinsam berücksichtigt.
Auch gebräuchlich: Raumluft in der Pflege, gesundes Innenraumklima
Raumklima wird an Menschen, Wetter, Gebäude und Tätigkeit angepasst
Pauschale Temperaturwerte reichen nicht für jede Situation. Kleidung, Bettdecke, Aktivität, Erkrankung, Medikamente, Außenklima und individuelles Empfinden werden zusammen betrachtet. Regelmäßiges sinnvolles Lüften reduziert Feuchtigkeit und Schadstoffe, darf aber nicht zu Auskühlung oder gefährlicher Hitzeeinwirkung führen.
Worauf es bei Gesundes Raumklima besonders ankommt
- Temperatur personbezogen prüfen
Hände und Hautgefühl allein reichen nicht. Unruhe, Schläfrigkeit, Frieren, Schwitzen, Trinkmenge und Raumtemperatur werden gemeinsam beobachtet und mit der Person besprochen.
- Lüften gezielt organisieren
Kurzer wirksamer Luftaustausch wird an Außenluft, Wetter und Raumnutzung angepasst. Fenster dürfen keine Sturz-, Weglauf- oder Auskühlungsgefahr schaffen.
- Belastungsquellen reduzieren
Tabakrauch, Duftsprays, aggressive Reinigungsmittel, Feuchtigkeit und Schimmel können Atemwege belasten. Die Quelle wird beseitigt statt nur mit anderem Geruch überdeckt.
Quellen
- Umweltbundesamt: Innenraumluft und gesundheitliche Bewertung
- Bundesministerium für Gesundheit – gesund.bund.de: Gesundheitliche Risiken durch Hitze
Quellen- und Prüfstand: 29. August 2026