Bewegungsförderung
Bewegungsförderung schafft im Alltag regelmäßige, sichere und bedeutsame Gelegenheiten für Aktivität, Kraft, Gleichgewicht, Ausdauer und Beweglichkeit.
Sie knüpft an vorhandene Fähigkeiten und persönliche Ziele an, statt nur standardisierte Übungen anzubieten.
Auch gebräuchlich: körperliche Aktivität fördern, Bewegungsanregung
Alltagsbewegung wird häufiger genutzt, wenn sie einen persönlichen Zweck hat
Aufstehen zum Fenster, der Weg zum Briefkasten, gemeinsames Kochen oder ein kurzer Spaziergang können Bewegungsziele mit Teilhabe verbinden. Belastung wird an Erkrankungen, Schmerz, Sturzrisiko und Tagesform angepasst. Unterstützung hilft so viel wie nötig, lässt aber Zeit für eigene Bewegung.
Worauf es bei Bewegungsförderung besonders ankommt
- Kleine Einheiten verteilen
Mehrere kurze Aktivitäten sind oft besser erreichbar als eine seltene lange Übung. Pausen, Erholung und Reaktion am Folgetag helfen, die passende Dosis zu finden.
- Kraft und Gleichgewicht verbinden
Sicheres Aufstehen, Gewichtsverlagerung und kontrolliertes Drehen trainieren mehrere Fähigkeiten zugleich. Anspruch wird nur unter passenden Schutzbedingungen gesteigert.
- Erfolg alltagsnah messen
Nicht nur Schritte zählen: leichterer Transfer, längeres Stehen beim Waschen oder ein selbstständiger Weg können für die Person bedeutsamere Fortschritte zeigen.
Quellen
- World Health Organization: International Classification of Functioning, Disability and Health
- Bundesministerium für Gesundheit – gesund.bund.de: Stürze bei älteren Menschen
- Bundesministerium für Gesundheit – gesund.bund.de: Pflegewissen für pflegende Angehörige
Quellen- und Prüfstand: 29. August 2026