Person & Pflegealltag

Nagelpflege

Nagelpflege bezeichnet Reinigung, Beobachtung und bedarfsgerechtes Kürzen von Finger- und Fußnägeln unter Beachtung von Verletzungs-, Infektions- und Durchblutungsrisiken.

Was im Alltag einfach wirkt, kann bei Diabetes, Durchblutungsstörung, verdickten Nägeln, Antikoagulation oder eingeschränkter Sicht fachliche Grenzen erreichen.

Auch gebräuchlich: Fingernagelpflege, Fußnagelpflege

Hände und Füße schützen

Vor dem Kürzen zählt der Blick auf Haut, Nägel und Vorerkrankungen

Nägel werden auf Form, Farbe, Dicke, Einwachsen, Druckstellen und Verletzungen betrachtet. Bei Füßen ist besonders wichtig, ob Gefühl und Durchblutung eingeschränkt sind. Geeignetes Licht, saubere Instrumente und eine ruhige Position verringern Verletzungen. Umfang und Zuständigkeit richten sich nach individuellem Risiko und fachlicher Einweisung.

Vorsichtig vorgehen

Nagelpflege zwischen Beobachtung, Kürzen und Weiterleitung

  1. Risiken klären

    Diabetes, Gefäßerkrankung, Gerinnungshemmung, Neuropathie, Pilzverdacht oder bereits verletzte Haut werden vor einer eigenständigen Fußnagelpflege berücksichtigt.

  2. Schonend bearbeiten

    Nägel werden ohne tiefes Ausschneiden der Ecken und ohne Verletzung angrenzender Haut gepflegt. Starre oder stark verdickte Nägel dürfen nicht mit ungeeignetem Werkzeug erzwungen werden.

  3. Auffälligkeiten weitergeben

    Entzündung, Eiter, zunehmender Schmerz, dunkle Verfärbung oder eine schlecht heilende Verletzung benötigen eine fachliche beziehungsweise ärztliche Beurteilung.

Vom Begriff zur Handlung

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Quellen

  1. Stiftung ZQP: Körperpflege – Praxistipps für den Pflegealltag
  2. AWMF und NVL-Programm: Nationale VersorgungsLeitlinie Typ-2-Diabetes

Quellen- und Prüfstand: 29. August 2026