Sepsisfrüherkennung
Sepsisfrüherkennung bedeutet, eine lebensbedrohliche Organdysfunktion infolge einer Infektion anhand rascher Verschlechterung und mehrerer Warnzeichen früh zu vermuten.
Fieber kann fehlen; neue Verwirrtheit, schnelle Atmung, Kreislaufabfall, wenig Urin oder marmorierte Haut können bei älteren Menschen im Vordergrund stehen.
Auch gebräuchlich: Sepsis früh erkennen, Warnzeichen Blutvergiftung
Sepsisfrüherkennung: Verlauf, Funktion und Alltag zusammen betrachten
Fieber kann fehlen; neue Verwirrtheit, schnelle Atmung, Kreislaufabfall, wenig Urin oder marmorierte Haut können bei älteren Menschen im Vordergrund stehen. Bei Sepsisfrüherkennung werden Beschwerden, Fähigkeiten, Verlauf, Behandlung und persönliche Ziele zusammen betrachtet. Einzelbeobachtungen erhalten erst durch Zeitpunkt, Ausgangslage und Veränderung ihre Bedeutung und werden verständlich an die zuständige Fachperson übergeben.
Drei Entscheidungspunkte bei Sepsisfrüherkennung
- Veränderung erkennen
Atmung, Bewusstsein, Blutdruck, Puls, Temperatur, Urin, Haut und möglicher Infektionsherd werden ohne Verzögerung gemeinsam beurteilt. Beobachtet wird im Vergleich zum persönlichen Ausgangszustand und nicht anhand eines einzelnen unspezifischen Zeichens.
- Unterstützung anpassen
Bei Verdacht wird sofort der lokale Notfallweg aktiviert, aktuelle Befunde und Therapiewünsche werden übergeben und die Person eng überwacht. Wirkung, Belastung und unerwünschte Folgen werden zeitnah mit demselben geeigneten Maß erneut beurteilt.
- Versorgung abstimmen
Bei Sepsisfrüherkennung werden aktuelle Diagnosen, Anordnungen, Medikamente, Hilfsmittel und vereinbarte Warnzeichen über Sektorengrenzen vollständig weitergegeben. Unklare oder widersprüchliche Angaben werden vor einer riskanten Handlung geklärt.
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Quellen
- Bundesinstitut für Öffentliche Gesundheit: Notfallnummern 112 und 116117
- Robert Koch-Institut: Infektionsprävention in der Pflege
Quellen- und Prüfstand: 29. August 2026