Panikattacke
Eine Panikattacke ist eine plötzlich stark ansteigende Angst mit körperlichen Zeichen wie Herzrasen, Atemnot, Zittern, Schwindel oder Todesangst.
Die Beschwerden sind real und belastend, können aber ähnlich wie Herz-, Lungen- oder Stoffwechselnotfälle aussehen und müssen besonders beim ersten Auftreten abgegrenzt werden.
Auch gebräuchlich: akuter Angstanfall
Panikattacke: Verlauf, Funktion und Alltag zusammen betrachten
Die Beschwerden sind real und belastend, können aber ähnlich wie Herz-, Lungen- oder Stoffwechselnotfälle aussehen und müssen besonders beim ersten Auftreten abgegrenzt werden. Bei Panikattacke werden Beschwerden, Fähigkeiten, Verlauf, Behandlung und persönliche Ziele zusammen betrachtet. Einzelbeobachtungen erhalten erst durch Zeitpunkt, Ausgangslage und Veränderung ihre Bedeutung und werden verständlich an die zuständige Fachperson übergeben.
Drei Entscheidungspunkte bei Panikattacke
- Veränderung erkennen
Beginn, Dauer, Brustschmerz, Atmung, Bewusstsein, bekannte Auslöser und frühere Episoden werden ruhig erfasst, ohne die Person mit vielen Fragen zu überfordern. Beobachtet wird im Vergleich zum persönlichen Ausgangszustand und nicht anhand eines einzelnen unspezifischen Zeichens.
- Unterstützung anpassen
Sichere Umgebung, langsame klare Ansprache, Begleitung und eine gemeinsam geübte Atem- oder Bodenkontaktstrategie können helfen, während körperliche Warnzeichen geprüft werden. Wirkung, Belastung und unerwünschte Folgen werden zeitnah mit demselben geeigneten Maß erneut beurteilt.
- Versorgung abstimmen
Bei Panikattacke werden aktuelle Diagnosen, Anordnungen, Medikamente, Hilfsmittel und vereinbarte Warnzeichen über Sektorengrenzen vollständig weitergegeben. Unklare oder widersprüchliche Angaben werden vor einer riskanten Handlung geklärt.
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Quellen
- Bundesministerium für Gesundheit – gesund.bund.de: Mit psychischen Krisen umgehen
- Bundesministerium für Gesundheit – gesund.bund.de: Notfallnummern 112 und 116117
Quellen- und Prüfstand: 29. August 2026