Psychose
Eine Psychose ist ein Zustand, in dem Wahrnehmung, Denken und Realitätsbezug deutlich verändert sein können, etwa durch Wahn, Halluzinationen oder desorganisiertes Verhalten.
Ursachen reichen von psychiatrischen Erkrankungen über Medikamente und Substanzen bis zu Delir, neurologischen oder körperlichen Erkrankungen.
Auch gebräuchlich: psychotische Episode
Psychose: Verlauf, Funktion und Alltag zusammen betrachten
Ursachen reichen von psychiatrischen Erkrankungen über Medikamente und Substanzen bis zu Delir, neurologischen oder körperlichen Erkrankungen. Bei Psychose werden Beschwerden, Fähigkeiten, Verlauf, Behandlung und persönliche Ziele zusammen betrachtet. Einzelbeobachtungen erhalten erst durch Zeitpunkt, Ausgangslage und Veränderung ihre Bedeutung und werden verständlich an die zuständige Fachperson übergeben.
Drei Entscheidungspunkte bei Psychose
- Veränderung erkennen
Beginn, Wachheit, Orientierung, Stimmenhören, Bedrohungserleben, Schlaf, Medikamente und Substanzkonsum werden ohne konfrontierende Wertung konkret beschrieben. Beobachtet wird im Vergleich zum persönlichen Ausgangszustand und nicht anhand eines einzelnen unspezifischen Zeichens.
- Unterstützung anpassen
Ruhige Ansprache, Reizreduktion, Schutz und eine medizinisch-psychiatrische Abklärung stehen vor Diskussionen darüber, ob die erlebte Wahrnehmung objektiv richtig ist. Wirkung, Belastung und unerwünschte Folgen werden zeitnah mit demselben geeigneten Maß erneut beurteilt.
- Versorgung abstimmen
Bei Psychose werden aktuelle Diagnosen, Anordnungen, Medikamente, Hilfsmittel und vereinbarte Warnzeichen über Sektorengrenzen vollständig weitergegeben. Unklare oder widersprüchliche Angaben werden vor einer riskanten Handlung geklärt.
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Quellen
- Bundesministerium für Gesundheit – gesund.bund.de: Mit psychischen Krisen umgehen
- AWMF: S3-Leitlinie Delir im höheren Lebensalter
Quellen- und Prüfstand: 29. August 2026