Depression
Depression ist eine psychische Erkrankung mit anhaltend gedrückter Stimmung oder Interessenverlust und weiteren körperlichen, kognitiven oder verhaltensbezogenen Symptomen.
Im Alter können Rückzug, Schlaf, Appetit, Schmerzen, Antrieb und Denken auffallen; eine professionelle Diagnostik ist notwendig.
Auch gebräuchlich: depressive Erkrankung
Depression ist keine normale Folge des Alters
Depression im höheren Lebensalter kann sich neben Traurigkeit durch Interessenverlust, Antriebsmangel, Schlaf- oder Appetitveränderung, Schmerzen, Rückzug und Hoffnungslosigkeit zeigen. Körperliche Erkrankungen und Verluste können beitragen, erklären die Symptome aber nicht als normalen Teil des Alterns.
Depression sicher einordnen: Verlauf erfragen – Suizidalität direkt ansprechen
- Verlauf erfragen
Dauer, Tagesverlauf, Interessen, Schlaf, Appetit, Schuldgefühle und Funktionsverlust werden behutsam erfasst. Einzelne schlechte Tage reichen für die Diagnose nicht.
- Körperliche Ursachen prüfen
Schilddrüse, Schmerzen, Medikamente, Infektionen und andere Erkrankungen können ähnliche Beschwerden auslösen oder eine Depression verstärken.
- Aktivität dosiert unterstützen
Kleine erreichbare Tätigkeiten, Tagesstruktur und soziale Kontakte können Behandlung ergänzen. Druck, Appelle oder Vorwürfe verstärken häufig Rückzug.
- Suizidalität direkt ansprechen
Äußerungen von Todeswunsch oder Hoffnungslosigkeit werden ernst genommen und klar erfragt. Offenes Fragen erzeugt Suizidgedanken nicht, sondern ermöglicht Hilfe.
Fragen, die bei Depression häufig entscheiden
Wie unterscheidet sich Depression von Demenz?
Depression kann Denken und Gedächtnis beeinträchtigen, oft mit deutlicher Klage und schwankender Anstrengung. Demenz und Depression können zugleich bestehen; Verlauf, Alltagsfunktion und fachliche Diagnostik sind entscheidend.
Ist Depression behandelbar?
Ja. Psychotherapie, Medikamente, Aktivierung, Behandlung körperlicher Faktoren und soziale Unterstützung können je nach Situation wirksam sein. Auswahl und Verlauf gehören ärztlich beziehungsweise psychotherapeutisch begleitet.
Was tun bei konkreten Suizidabsichten?
Die Person nicht allein lassen, unmittelbare Gefahren reduzieren und sofort professionelle Hilfe organisieren. Bei akuter Gefahr 112 rufen; Diskussion oder ein Versprechen zur Geheimhaltung sind kein ausreichender Schutz.
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Quellen
Quellen- und Prüfstand: 29. August 2026