Bipolare Störung
Eine bipolare Störung ist eine psychische Erkrankung mit depressiven und manischen oder hypomanischen Krankheitsphasen, zwischen denen stabile Zeiten liegen können.
Schlafbedarf, Aktivität, Stimmung, Denken, Risikoverhalten und Medikamenteneinnahme können sich in einer Episode deutlich verändern.
Auch gebräuchlich: manisch-depressive Erkrankung
Bipolare Störung: Verlauf, Funktion und Alltag zusammen betrachten
Schlafbedarf, Aktivität, Stimmung, Denken, Risikoverhalten und Medikamenteneinnahme können sich in einer Episode deutlich verändern. Bei Bipolare Störung werden Beschwerden, Fähigkeiten, Verlauf, Behandlung und persönliche Ziele zusammen betrachtet. Einzelbeobachtungen erhalten erst durch Zeitpunkt, Ausgangslage und Veränderung ihre Bedeutung und werden verständlich an die zuständige Fachperson übergeben.
Drei Entscheidungspunkte bei Bipolare Störung
- Veränderung erkennen
Weniger Schlaf, beschleunigtes Sprechen, ungewöhnliche Geldausgaben, Reizbarkeit, Größenideen oder im Wechsel Rückzug und Hoffnungslosigkeit werden früh im Verlauf erkannt. Beobachtet wird im Vergleich zum persönlichen Ausgangszustand und nicht anhand eines einzelnen unspezifischen Zeichens.
- Unterstützung anpassen
Ein persönlicher Krisenplan, regelmäßiger Schlaf-Wach-Rhythmus, verlässliche Medikamenteneinnahme und frühzeitiger Kontakt zur Behandlung können Eskalationen begrenzen. Wirkung, Belastung und unerwünschte Folgen werden zeitnah mit demselben geeigneten Maß erneut beurteilt.
- Versorgung abstimmen
Bei Bipolare Störung werden aktuelle Diagnosen, Anordnungen, Medikamente, Hilfsmittel und vereinbarte Warnzeichen über Sektorengrenzen vollständig weitergegeben. Unklare oder widersprüchliche Angaben werden vor einer riskanten Handlung geklärt.
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Quellen
- Bundesministerium für Gesundheit – gesund.bund.de: Bipolare Störung
- Bundesministerium für Gesundheit – gesund.bund.de: Mit psychischen Krisen umgehen
Quellen- und Prüfstand: 29. August 2026