Bipolare Störung
Eine bipolare Störung ist eine psychische Erkrankung mit depressiven und manischen oder hypomanischen Krankheitsphasen, zwischen denen stabile Zeiten liegen können.
Stabile Zeiten zwischen Episoden sind möglich. Auch gereizte Stimmung oder gleichzeitig depressive und stark angetriebene Beschwerden können vorkommen. Ein persönlicher Verlauf ist aussagekräftiger als die Vorstellung eines regelmäßigen Wechsels zwischen zwei Polen.
Auch gebräuchlich: manisch-depressive Erkrankung
Frühe Veränderungen gemeinsam kennen, ohne jeden guten Tag zu verdächtigen
Wichtig ist der Unterschied zur gewohnten Person: beispielsweise deutlich weniger Schlafbedürfnis zusammen mit ungewöhnlich hohem Antrieb und riskanten Entscheidungen. Ein einzelnes Merkmal reicht nicht zur Diagnose. Bekannte Vorzeichen werden möglichst in stabilen Zeiten mit dem Behandlungsteam besprochen, damit Hilfe früh erreichbar ist und die betroffene Person mitbestimmen kann.
Was in einem persönlichen Krisenplan stehen sollte
- Beobachtbare Vorzeichen
Halten Sie wenige Veränderungen fest, die bei früheren Episoden tatsächlich wichtig waren. Beschreiben Sie sie konkret und vereinbaren Sie, ab wann Rücksprache mit dem Behandlungsteam erfolgen soll.
- Erreichbare Unterstützung
Der Plan benennt Kontaktstellen und mit Zustimmung einbezogene Vertrauenspersonen. Er sollte auch für Zeiten außerhalb regulärer Sprechstunden verständliche nächste Schritte enthalten.
- Umgang mit dem Behandlungsplan
Verordnete Medikamente werden zuverlässig nach Plan angewendet. Nebenwirkungen oder Probleme mit der Einnahme werden angesprochen; eine gute Phase ist kein Anlass, die Behandlung eigenmächtig zu beenden.
Passende Fachbeiträge
- Fachpraxis für vollstationäre EinrichtungenWahn und Halluzinationen im Pflegeheim: sicher im Team handelnWahn und Halluzinationen im Pflegeheim: Teams beschreiben Episoden, klären akute Ursachen, schützen ohne Konfrontation und evaluieren den Pflegeplan.
- Wissen für private AngehörigeDepression im Alter erkennen: Hilfe für Angehörige organisierenDepression im Alter erkennen: Angehörige sprechen Veränderungen an, klären Suizidgefahr und organisieren Abklärung, Behandlung und eigene Entlastung.
- Fachpraxis für vollstationäre EinrichtungenSuizidgedanken bei Demenz im Pflegeheim sicher bearbeitenSuizidgedanken bei Demenz im Pflegeheim sicher bearbeiten: direkt fragen, akute Gefährdung klären, Schutz herstellen und Hilfe verlässlich übergeben.
- Fachpraxis für vollstationäre EinrichtungenDepression im Pflegeheim professionell begleitenDepression im Pflegeheim professionell begleiten: Beziehung gestalten, Pflegebedarf erfassen, kleine Schritte ermöglichen und Wirkung im Team auswerten.
Quellen
Die Gesundheitsinformation beschreibt depressive und manische beziehungsweise hypomanische Phasen. Welche frühen Veränderungen bedeutsam sind, wird individuell geklärt; weniger Schlaf oder gute Stimmung allein beweisen keine manische Episode.
- Bundesministerium für Gesundheit – gesund.bund.de: Bipolare Störung
- Bundesministerium für Gesundheit – gesund.bund.de: Mit psychischen Krisen umgehen
Quellen- und Prüfstand: 20. September 2026