Impfprävention
Impfprävention bezeichnet den individuell geprüften Aufbau und Erhalt eines Impfschutzes, um vermeidbare Infektionen und schwere Verläufe zu reduzieren.
In Pflegesituationen werden Alter, Erkrankungen, Medikamente, Exposition, Wohnform und aktuelle STIKO-Empfehlungen berücksichtigt. Beratung und Entscheidung werden nachvollziehbar dokumentiert.
Auch gebräuchlich: Impfschutz in der Pflege, Impfvorsorge
Impfschutz braucht einen aktuellen Überblick und eine informierte Entscheidung
Impfpässe sind häufig unvollständig oder nicht verfügbar. Ärztliche Beratung klärt vorhandene Dosen, Indikationen, Abstände und mögliche Nachholimpfungen. Pflege kann Unterlagen zusammenführen, Termine organisieren, Einwilligung unterstützen und nach der Impfung auf erwartbare Reaktionen oder Warnzeichen achten.
Worauf es bei Impfprävention besonders ankommt
- Status systematisch prüfen
Ein Impfcheck erfolgt nicht nur bei Aufnahme, sondern auch bei neuen Erkrankungen, geänderter Empfehlung oder vor saisonalen Risiken. Fehlende Dokumentation wird fachlich geklärt.
- Verständlich aufklären
Nutzen, häufige Reaktionen, seltene Risiken und Alternativen werden in passender Sprache erklärt. Druck und pauschale Versprechen widersprechen einer informierten Entscheidung.
- Durchführung absichern
Kühlkette, Identität, Präparat, Einwilligung und Notfallbereitschaft liegen in der Verantwortung der impfenden Stelle. Pflege beobachtet nach dem vereinbarten Vorgehen.
Quellen
- Robert Koch-Institut: Empfehlungen der Ständigen Impfkommission
- Robert Koch-Institut: Infektionsprävention in der Pflege
Quellen- und Prüfstand: 29. August 2026