Pflegeassoziierte Infektion
Eine pflegeassoziierte Infektion steht zeitlich und ursächlich möglicherweise mit invasiven Zugängen, Wunden, Übertragung oder Versorgungsabläufen in Zusammenhang.
Katheter, Tracheostoma, Port, chronische Wunde und hoher Unterstützungsbedarf verlangen jeweils angepasste Prävention und frühe Befundbewertung.
Auch gebräuchlich: versorgungassoziierte Infektion, nosokomiale Infektion
Eine Infektion nach Versorgung hat nicht automatisch eine bewiesene Ursache
Infektionen können im Zusammenhang mit Behandlung und Pflege auftreten, etwa an einem Gefäßzugang oder Harnkatheter. Ein zeitlicher Zusammenhang genügt jedoch nicht, um einen bestimmten Fehler oder Übertragungsweg nachzuweisen. Erreger können auch aus der eigenen Körperflora stammen. Entscheidend sind eine zügige Behandlung und die fachliche Prüfung, welche vermeidbaren Risiken bestanden und welche Schutzmaßnahmen verbessert werden können.
Unnötige Eintrittswege vermeiden und Veränderungen früh weitergeben
- Bedarf eines Zugangs prüfen
Ein Katheter bleibt nicht allein aus Gewohnheit liegen. Das Behandlungsteam prüft seine Notwendigkeit regelmäßig und legt fest, wann er sicher entfernt werden kann.
- System und Verband beachten
Nässe, Ablösung, undichte Verbindungen oder Berührung steriler Anschlüsse werden fachlich geklärt. Ein problematisches System wird nicht durch improvisiertes Spülen oder Kleben weiterbenutzt.
- Befunde konkret melden
Geben Sie neue Rötung, Wärme, Schmerz, Sekret, Fieber und Veränderungen des Allgemeinzustands mit Zeitpunkt weiter. Ein Foto ersetzt keine Untersuchung und benötigt Zustimmung sowie einen sicheren Übermittlungsweg.
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Quellen
KRINKO-Empfehlungen behandeln Infektionsprävention bei konkreten Versorgungsmaßnahmen und invasiven Systemen. Ein zeitlicher Zusammenhang allein beweist weder die Infektionsquelle noch einen Pflegefehler; die Sepsisinformation beschreibt Warnzeichen eines schweren Verlaufs.
- Robert Koch-Institut: Aktuelle Empfehlungen der KRINKO
- Robert Koch-Institut: Infektionsprävention in der Pflege
- Bundesministerium für Gesundheit – gesund.bund.de: Sepsis: Ursache, Symptome und Behandlung
Quellen- und Prüfstand: 20. September 2026