Mobilität, Haut & Prävention

Rollstuhl

Ein Rollstuhl ermöglicht sitzende Fortbewegung, wenn Gehen nicht, nur begrenzt oder nicht für alle Wege sicher und kräfteschonend möglich ist.

Sitzbreite, Rücken, Fußstützen, Antrieb, Druckverteilung und Transferfähigkeit müssen individuell zusammenpassen.

Auch gebräuchlich: Greifreifenrollstuhl, Pflegerollstuhl

Sicher einordnen

Rollstuhlversorgung ist Mobilitätsplanung und keine reine Sitzplatzwahl

Ein Rollstuhl soll Reichweite und Selbstbestimmung vergrößern. Dafür werden Körpermaße, Haltung, Greiffähigkeit, Hautrisiko, Kraft, Ziele und Umgebung gemeinsam betrachtet. Auch die Person, die schiebt, braucht eine sichere Bedienung. Veränderungen von Gewicht, Tonus oder Funktion können eine erneute Anpassung nötig machen.

Im Pflegealltag

Worauf es bei Rollstuhl besonders ankommt

  • Sitzposition prüfen

    Becken, Rücken, Arme und Füße benötigen stabile Auflage ohne schmerzhaften Druck. Rutschen, seitliches Wegkippen oder dauerhaft hochgezogene Schultern sprechen für Anpassungsbedarf.

  • Fortbewegung ermöglichen

    Greifreifen, Einhandantrieb, elektrischer Zusatzantrieb oder Begleitsteuerung werden nach Fähigkeit und Ziel ausgewählt. Training umfasst Bremsen, Wendungen und Gefälle.

  • Transfers absichern

    Bremsen, Fußstützen und gegebenenfalls Armlehnen werden vor dem Umsetzen richtig gehandhabt. Ein nicht gesicherter Rollstuhl kann beim Transfer wegrollen oder kippen.

Vom Begriff zur Handlung

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Quellen

  1. World Health Organization: International Classification of Functioning, Disability and Health
  2. Bundesministerium für Gesundheit – gesund.bund.de: Hilfsmittel – Beantragung und Erstattung
  3. Deutsches Netzwerk für Qualitätsentwicklung in der Pflege: Expertenstandards und Methodenpapier

Quellen- und Prüfstand: 29. August 2026