Medikation & Notfall

Ärztlicher Bereitschaftsdienst 116117

Unter 116117 ist der ärztliche Bereitschaftsdienst für dringliche Beschwerden erreichbar, die nicht bis zur nächsten regulären Sprechzeit warten können, aber nicht lebensbedrohlich sind.

Der Dienst hilft bei der Einordnung und vermittelt je nach Lage eine passende ärztliche Versorgung.

Auch gebräuchlich: 116117, kassenärztlicher Bereitschaftsdienst

Fehlende Mobilität bereits beim Anruf nennen

Erklären Sie, wenn die Person wegen ihres Zustands keine Praxis sicher erreichen kann. Der Dienst entscheidet nach medizinischem Bedarf und regionalem Angebot, ob eine Praxis, ein Hausbesuch oder ein anderer Hilfeweg passt. Ein Anruf ist keine automatische Zusage eines Hausbesuchs. Die Telefonnummer ist ohne Vorwahl bundesweit kostenlos und rund um die Uhr erreichbar. Wenn während des Wartens schwere Atemnot, Bewusstseinsstörung oder andere Notfallzeichen hinzukommen, sofort 112 wählen.

Sicherheitswissen

116117 ist für dringliche, nicht lebensbedrohliche Beschwerden

Die 116117 vermittelt ärztliche Hilfe, wenn Beschwerden nicht bis zur nächsten regulären Sprechstunde warten können, aber keine erkennbare Lebensgefahr besteht. Sie kann beraten, eine Bereitschaftspraxis nennen oder je nach regionaler Struktur einen Hausbesuch organisieren.

Vertiefung

Ärztlicher Bereitschaftsdienst 116117 sicher einordnen: Dringlich, nicht lebensbedrohlich – Grenze zu Pflegeproblemen

  1. Dringlich, nicht lebensbedrohlich

    Starke Beschwerden außerhalb von Praxiszeiten können passen, solange keine Zeichen für Schlaganfall, schwere Atemnot, Brustschmerz, Bewusstlosigkeit oder andere Lebensgefahr bestehen.

  2. Information vorbereiten

    Beschwerden, Beginn, Verlauf, Medikamente, Vorerkrankungen, Temperatur und Adresse helfen bei der Einschätzung. Veränderungen während des Wartens werden erneut gemeldet.

  3. Nicht selbst fahren müssen

    Der Dienst kann regionale Optionen einordnen. Bei zunehmender Schwäche oder unsicherem Transport wird nicht eigenmächtig eine riskante Fahrt organisiert.

  4. Grenze zu Pflegeproblemen

    Die Nummer ersetzt keinen Pflegedienst, keine Rezeptorganisation und keine planbare Beratung. Medizinische Dringlichkeit bleibt der Anlass.

Konkrete Orientierung

Fragen, die bei Ärztlicher Bereitschaftsdienst 116117 häufig entscheiden

Wann sollte stattdessen 112 gewählt werden?

Bei möglicher Lebensgefahr oder zeitkritischen schweren Symptomen: Bewusstlosigkeit, schwere Atemnot, Brustschmerz, Schlaganfallzeichen, starke Blutung, schwerer Unfall oder rasche Kreislaufverschlechterung.

Ist die 116117 nur nachts erreichbar?

Der Patientenservice ist bundesweit telefonisch erreichbar; Bereitschaftspraxen und regionale Angebote haben eigene Zeiten. Für regulär planbare Anliegen bleibt die behandelnde Praxis zuständig.

Was tun, wenn der Zustand beim Warten schlechter wird?

Erneut Kontakt aufnehmen und bei Notfallzeichen sofort 112 rufen. Eine bereits erfolgte Einordnung gilt nicht unverändert, wenn neue Symptome oder deutliche Verschlechterung auftreten.

Quellen

Die KBV beschreibt den bundesweiten, rund um die Uhr erreichbaren Patientenservice und die regionale Versorgung im Bereitschaftsdienst. Die Öffnungszeiten einzelner Praxen und die Entscheidung über einen Hausbesuch sind davon zu unterscheiden.

  1. Kassenärztliche Bundesvereinigung – 116117: Der ärztliche Bereitschaftsdienst
  2. Bundesministerium für Gesundheit – gesund.bund.de: Notfallnummern 112 und 116117

Quellen- und Prüfstand: 20. September 2026