Medikation & Notfall

Akute Atemnot

Akute Atemnot ist eine plötzlich aufgetretene oder rasch zunehmende Einschränkung der Atmung, die durch Erkrankung, Aspiration, Fremdkörper, Allergie oder Technikproblem entstehen kann.

Die subjektive Not ist ernst zu nehmen; Sprechen nur in einzelnen Worten, Zyanose, Erschöpfung oder Bewusstseinsänderung zeigen eine besonders gefährliche Lage.

Auch gebräuchlich: plötzliche Atemnot, Erstickungsgefahr

Sicher einordnen

Was bei Akute Atemnot zuerst geklärt wird

Die subjektive Not ist ernst zu nehmen; Sprechen nur in einzelnen Worten, Zyanose, Erschöpfung oder Bewusstseinsänderung zeigen eine besonders gefährliche Lage. Bei Akute Atemnot werden Ausgangslage, aktueller Auftrag, beobachtbare Veränderung und persönliche Notfallvereinbarungen zusammen betrachtet. Einzelne Messwerte oder Packungsangaben ersetzen weder die Identitätsprüfung noch die fachliche Bewertung der gesamten Situation.

Prüfen, handeln, übergeben

Drei Sicherheitsanker bei Akute Atemnot

  • Gezielt prüfen

    Beginn, Auslöser, Atemfrequenz und -arbeit, Geräusche, Hautfarbe, Bewusstsein, bekannte Erkrankung, aktuelle Medikation und möglicher Fremdkörper werden rasch erfasst. Zeitpunkt, Ausgangszustand und bereits erfolgte Maßnahmen werden so konkret notiert, dass die nächste Stelle damit entscheiden kann.

  • Im eigenen Rahmen handeln

    Die Person erhält eine atemerleichternde Position, enge Begleitung und nur vereinbarte Notfallmedikation oder Technik; bei Fremdkörper gelten erlernte Erste-Hilfe-Maßnahmen und Leitstellenanweisung. Kompetenz, Einwilligung und der vereinbarte Rückfrageweg bestimmen, wer welche Handlung sicher ausführt.

  • Vollständig übergeben

    Bei Akute Atemnot werden Person, Ort, Verlauf, aktuelle Befunde, Arzneimittel oder Technik, Maßnahmen, Wirkung und bekannte Vorausverfügungen knapp und widerspruchsfrei übermittelt.

Quellen

  1. Bundesministerium für Gesundheit – gesund.bund.de: Notfallnummern 112 und 116117
  2. Deutscher Rat für Wiederbelebung: Reanimationsleitlinien 2025
  3. Bundesministerium für Gesundheit – gesund.bund.de: Erste Hilfe – beherztes Handeln rettet Leben

Quellen- und Prüfstand: 29. August 2026