Mobilität, Haut & Prävention

Vorgehen nach einem Sturz

Das Vorgehen nach einem Sturz verbindet akute Ersteinschätzung, sichere Hilfe, Beobachtung möglicher Verletzungen und eine anschließende Ursachenanalyse.

Nicht jeder Sturz ist ein Notfall, doch unbedachtes Aufrichten kann Verletzungen verschlimmern oder wichtige Warnzeichen übersehen.

Auch gebräuchlich: Sturzfolge, Sturzereignis auswerten

Sicher einordnen

Erst einschätzen, dann passend helfen und anschließend Ursachen klären

Nach einem Sturz werden Bewusstsein, Atmung, Schmerz, Blutung, Fehlstellung, Beweglichkeit und mögliche Kopfverletzung geprüft. Bei schweren Zeichen gilt 112. Wenn keine akute Gefahr erkennbar ist, wird die Person ruhig einbezogen und nur mit einer sicheren, bekannten Strategie aufgerichtet. Verlauf und Auslöser werden danach nachvollziehbar dokumentiert.

Im Pflegealltag

Worauf es bei Vorgehen nach einem Sturz besonders ankommt

  • Akute Gefahr erkennen

    Bewusstseinsstörung, Atemnot, starke Blutung, deutliche Fehlstellung, neue Lähmung oder heftiger Kopf-, Hüft- beziehungsweise Rückenschmerz erfordern sofortige Notfallhilfe.

  • Nicht vorschnell hochziehen

    Die Person bleibt warm und wird beruhigt, während Verletzungszeichen geprüft werden. Ein manueller Kraftakt ohne Plan gefährdet Betroffene und Helfende zusätzlich.

  • Ereignis auswerten

    Ort, Tätigkeit, Schuhe, Hilfsmittel, Symptome, Medikamente und Umgebungsfaktoren werden zusammen betrachtet. Daraus folgen gezielte Maßnahmen statt eines pauschalen Gehverbots.

Vom Begriff zur Handlung

Passende Fachbeiträge

Quellen

  1. Bundesministerium für Gesundheit – gesund.bund.de: Stürze bei älteren Menschen
  2. Deutsches Netzwerk für Qualitätsentwicklung in der Pflege: Expertenstandards und Methodenpapier
  3. Bundesministerium für Gesundheit – gesund.bund.de: Notfallnummern 112 und 116117

Quellen- und Prüfstand: 29. August 2026