Trauerreaktion
Eine Trauerreaktion ist die individuelle seelische, körperliche und soziale Antwort auf Verlust, die in Intensität, Dauer und Ausdruck stark variieren kann.
Trauer ist nicht automatisch eine psychische Erkrankung, kann aber Schlaf, Appetit, Selbstversorgung, Hoffnung und bestehende Erkrankungen erheblich beeinflussen.
Auch gebräuchlich: Trauerprozess
Trauerreaktion: Verlauf, Funktion und Alltag zusammen betrachten
Trauer ist nicht automatisch eine psychische Erkrankung, kann aber Schlaf, Appetit, Selbstversorgung, Hoffnung und bestehende Erkrankungen erheblich beeinflussen. Bei Trauerreaktion werden Beschwerden, Fähigkeiten, Verlauf, Behandlung und persönliche Ziele zusammen betrachtet. Einzelbeobachtungen erhalten erst durch Zeitpunkt, Ausgangslage und Veränderung ihre Bedeutung und werden verständlich an die zuständige Fachperson übergeben.
Drei Entscheidungspunkte bei Trauerreaktion
- Veränderung erkennen
Rückzug, Weinen, Unruhe, Schuldgefühle, Schlaf- oder Essveränderungen werden im persönlichen und kulturellen Zusammenhang sowie im zeitlichen Verlauf betrachtet. Beobachtet wird im Vergleich zum persönlichen Ausgangszustand und nicht anhand eines einzelnen unspezifischen Zeichens.
- Unterstützung anpassen
Zuhören, praktische Entlastung, Rituale, soziale Kontakte und freiwillige Trauerbegleitung werden angeboten, ohne einen festen Zeitplan oder eine richtige Form vorzugeben. Wirkung, Belastung und unerwünschte Folgen werden zeitnah mit demselben geeigneten Maß erneut beurteilt.
- Versorgung abstimmen
Bei Trauerreaktion werden aktuelle Diagnosen, Anordnungen, Medikamente, Hilfsmittel und vereinbarte Warnzeichen über Sektorengrenzen vollständig weitergegeben. Unklare oder widersprüchliche Angaben werden vor einer riskanten Handlung geklärt.
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Quellen
- Bundesministerium für Gesundheit – gesund.bund.de: Mit psychischen Krisen umgehen
- World Health Organization: Palliative care
Quellen- und Prüfstand: 29. August 2026