Leitfall ESF-02 · Dekubitusprophylaxe

An der Ferse bleibt eine Rötung bestehen

Bearbeiten Sie den Fall zunächst ohne Musterweg. Trennen Sie akute Sicherheitsfragen, individuelle Einschätzung, Ziel, Maßnahmen, Rollen und Evaluation.

25 MinutenHoch Komplexität2 Settingtransfers
Ein textiles Relief verteilt Druck um Korkformen und hebt eine belastete Stelle durch eine bewegliche Stoffbrücke frei.
KI-generierte IllustrationLeitmotiv des Standards Dekubitusprophylaxe
Ausgangslage

Was ist passiert?

Frau B., 76 Jahre, ist nach einer schweren Infektion ausgeprägt geschwächt und verbringt viel Zeit im Bett. An der rechten Ferse ist seit dem Morgen eine nicht wegdrückbare Rötung sichtbar. Sie hat Schmerzen bei Lagewechseln, isst wenig und möchte möglichst ungestört schlafen. In der Dokumentation stehen allgemeine Zwei-Stunden-Lagerungen, aber kein individuelles Bewegungs- oder Druckentlastungsziel.

Eigenständig bearbeiten

Vier Arbeitsaufträge

Notieren Sie nur de-identifizierte Stichworte. Ihre Eingaben bleiben in dieser geöffneten Seite und werden nicht gespeichert.

  1. 01Befund und Dringlichkeit einordnen.
  2. 02Risiko, Ressourcen und Wünsche vertieft erfassen.
  3. 03Ein individuelles Entlastungs- und Bewegungsbündel planen.
  4. 04Evaluation und Eskalation mit konkreten Kriterien festlegen.

Keine Namen, Geburtsdaten oder anderen identifizierenden Angaben eintragen.

Musterweg erst nach eigener Bearbeitung öffnenBegründeter Lösungsweg
  1. 01

    Sofort entlasten

    Die betroffene Ferse wird unverzüglich wirksam druckfrei gelagert und der Befund fachlich beurteilt; Massieren ist ungeeignet.

  2. 02

    Risikolage differenzieren

    Mobilität, Haut, Durchblutung, Schmerz, Allgemeinzustand, Ernährung, Hilfsmittel und Prioritäten der Person werden verbunden.

  3. 03

    Personenziel formulieren

    Druckbelastung soll wirksam reduziert werden, während Schlaf, Schmerz und jede mögliche Eigenbewegung berücksichtigt bleiben.

  4. 04

    Maßnahmen abstimmen

    Mikrolagerung, Fersenfreilagerung, Mobilisation, geeignete Unterlage, Schmerzmanagement und Essunterstützung werden rollenbezogen geplant.

  5. 05

    Engmaschig evaluieren

    Hautbefund, Druckfreiheit, Verträglichkeit und Eigenbewegung werden in festgelegten Intervallen geprüft und bei Verschlechterung eskaliert.

Gleiches Ziel, andere Bedingungen

Ambulanter und stationärer Transfer

Ambulante Pflege

Hilfsmittel, Durchführbarkeit und Beobachtung zwischen Einsätzen müssen mit Haushalt und Zugehörigen realistisch gesichert werden.

Stationäre Pflege

Material, Schichtübergabe und sofortige Reaktion auf Hautbefunde müssen einrichtungsweit verlässlich sein.

Typische Fehlwege

Woran eine oberflächliche Lösung scheitert

  • Nur einen Risikoscore dokumentieren.
  • Starre Lagerungsintervalle ohne Wirkungskontrolle anwenden.
  • Ernährung als Ersatz für Druckentlastung behandeln.
Vom Fall zum Qualitätsgespräch

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Die vertiefte Auditbegleitung öffnet denselben Standard und hilft, Fall, Personal und Organisation mit belastbaren Nachweisen zu verbinden.

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