Leitfall ESF-05 · Kontinenzförderung

Nach dem Schlaganfall wird vorschnell eine Vollversorgung etabliert

Bearbeiten Sie den Fall zunächst ohne Musterweg. Trennen Sie akute Sicherheitsfragen, individuelle Einschätzung, Ziel, Maßnahmen, Rollen und Evaluation.

25 MinutenMittel Komplexität2 Settingtransfers
Geschützte Keramikwege führen entlang regulierbarer Wasserkanäle zu einem hellen, abgeschirmten Zugang und stehen für Privatsphäre und passende Unterstützung.
KI-generierte IllustrationLeitmotiv des Standards Kontinenzförderung
Ausgangslage

Was ist passiert?

Frau E., 73 Jahre, erreicht nach einem Schlaganfall die Toilette nicht rechtzeitig. Sie kann Harndrang benennen und mit Hilfe aufstehen, hat aber eine Aphasie und braucht mehr Zeit. Aus Sorge vor nasser Kleidung werden saugende Hilfsmittel rund um die Uhr verwendet. Ein Toilettenplan, die Stuhlgangssituation, Medikamente und ihr eigenes Ziel wurden nicht erhoben.

Eigenständig bearbeiten

Vier Arbeitsaufträge

Notieren Sie nur de-identifizierte Stichworte. Ihre Eingaben bleiben in dieser geöffneten Seite und werden nicht gespeichert.

  1. 01Kontinenzsituation und Ressourcen differenzieren.
  2. 02Ein erreichbares personbezogenes Ziel bilden.
  3. 03Fördernde Maßnahmen und Hilfsmittel begründet kombinieren.
  4. 04Ergebnisindikatoren festlegen, die mehr als Materialverbrauch zeigen.

Keine Namen, Geburtsdaten oder anderen identifizierenden Angaben eintragen.

Musterweg erst nach eigener Bearbeitung öffnenBegründeter Lösungsweg
  1. 01

    Form und Ursache klären

    Miktion, Stuhlgang, Drang, Restharnhinweise, Medikamente, Trinkverhalten, Mobilität, Kognition und Kommunikation werden strukturiert erfasst.

  2. 02

    Ressourcen nutzbar machen

    Harndrang, Transferfähigkeit und ein verlässliches Kommunikationssignal werden zum Ausgangspunkt der Planung.

  3. 03

    Ziel vereinbaren

    Frau E. soll tagsüber mit rechtzeitiger Hilfe möglichst häufig die Toilette erreichen und ihre Privatsphäre behalten.

  4. 04

    Maßnahmen verbinden

    Reaktionszeiten, Toilettenrhythmus, Weg, Kleidung, Transferhilfe, Kommunikation und geeignetes Hilfsmittel werden abgestimmt.

  5. 05

    Ergebnis prüfen

    Erreichte Toilettengänge, unerwünschte Episoden, Haut, Belastung und Zufriedenheit werden gemeinsam ausgewertet.

Gleiches Ziel, andere Bedingungen

Ambulanter und stationärer Transfer

Ambulante Pflege

Toilettengänge müssen auch außerhalb der Einsatzzeit realistisch planbar sein; Zugehörige werden nur in eine tragfähige Rolle einbezogen.

Stationäre Pflege

Rufreaktion, Personalablauf, Kleidung und Toilettenzugang müssen schichtübergreifend zum vereinbarten Ziel passen.

Typische Fehlwege

Woran eine oberflächliche Lösung scheitert

  • Kontinenz mit Trockenheit durch Hilfsmittel gleichsetzen.
  • Harn- und Stuhlkontinenz getrennt vom Alltag betrachten.
  • Zeitbedarf als fehlende Fähigkeit interpretieren.
Vom Fall zum Qualitätsgespräch

Prüfen Sie jetzt die drei Auditebenen

Die vertiefte Auditbegleitung öffnet denselben Standard und hilft, Fall, Personal und Organisation mit belastbaren Nachweisen zu verbinden.

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