Kind, Eltern, Behandlung: Beteiligung altersgerecht gestalten
Elterliche Sorge, kindliche Beteiligung und sichere Behandlung verständlich zusammenführen
- 22 Minuten
- Mittel
- Kinder
Die Situation
Die zwölfjährige Elif soll vor einer Untersuchung nüchtern bleiben. Ihr Vater möchte, dass das Team ihr den Grund nicht erklärt, weil sie sonst Angst bekomme. Elif fragt direkt, warum sie nichts trinken darf, und sagt, sie wolle die Untersuchung nicht. Der Termin ist nicht akut. Sie sollen im Fachgespräch zeigen, wie Sie die Situation kommunikativ und organisatorisch lösen.
Deine Arbeitsaufträge
Begründe Prioritäten laut oder schriftlich. Öffne den Lösungsweg erst danach.
- Formulieren Sie Ihre Antwort an Elif.
- Beziehen Sie den Vater ein, ohne das Kind zu übergehen.
- Erklären Sie den weiteren Einwilligungs- und Vorbereitungspfad.
- Benennen Sie Dokumentation und Abbruchkriterien.
Fall als Arbeitsblatt
Der Druckbogen enthält Situation und Arbeitsaufträge, aber weder Lösung noch Erwartungshorizont. Es wird nichts gespeichert oder übertragen.
Kind, Eltern, Behandlung: Beteiligung altersgerecht gestalten
Fall-ID PF-CE10-M · Mittel · Kinder
Situation
Die zwölfjährige Elif soll vor einer Untersuchung nüchtern bleiben. Ihr Vater möchte, dass das Team ihr den Grund nicht erklärt, weil sie sonst Angst bekomme. Elif fragt direkt, warum sie nichts trinken darf, und sagt, sie wolle die Untersuchung nicht. Der Termin ist nicht akut. Sie sollen im Fachgespräch zeigen, wie Sie die Situation kommunikativ und organisatorisch lösen.
Arbeitsaufträge
- Formulieren Sie Ihre Antwort an Elif.
- Beziehen Sie den Vater ein, ohne das Kind zu übergehen.
- Erklären Sie den weiteren Einwilligungs- und Vorbereitungspfad.
- Benennen Sie Dokumentation und Abbruchkriterien.
Was im Fall nicht verloren gehen darf
- direkte Frage und Ablehnung des Kindes
- Vater möchte Information begrenzen
- nicht akute Untersuchung
- altersabhängige Einsichts- und Beteiligungsfähigkeit
- Nüchternheit hat Sicherheitsrelevanz
Lösungsweg öffnenNicht die eine Musterformulierung, sondern eine fachliche Reihenfolge
- Elif erhält eine ehrliche, altersgerechte Erklärung zu Zweck, Ablauf und Nüchternheit.
- Ihre Fragen, ihr Verständnis und die Gründe ihrer Ablehnung werden ernsthaft erhoben.
- Der Vater wird als wichtige Bezugsperson einbezogen und über den Nutzen altersgerechter Beteiligung informiert.
- Die zuständige ärztliche und pflegerische Person klärt Einwilligung, Assent, Alternativen und Aufschubbarkeit nach Situation und Rechtsrahmen.
- Ohne geklärte sichere Vorbereitung wird die nicht akute Untersuchung nicht einfach durchgeführt; Gespräch und Entscheidung werden dokumentiert.
Sechs transparente Bewertungsanker
Prüfe, ob dein Weg diese Aspekte erkennbar und situationsbezogen enthält.
- Kind direkt informiert
- Angst nicht durch Täuschung behandelt
- Vater respektvoll einbezogen
- Nichtakuität berücksichtigt
- Einwilligungsweg korrekt
- Sicherheitskriterium klar
Woran eine zunächst plausible Antwort scheitern kann
nur mit dem Vater sprechen
Elifs Nein pauschal als wirkungslos darstellen
Nüchternheit ohne Verständnis durchsetzen
Wie würden Sie das Gespräch mit einem fünfjährigen Kind statt mit Elif führen?
Übertrage nicht nur die Maßnahme. Prüfe, welche Informationen, Rollen und Risiken sich im neuen Kontext verändern.
Einordnung
- § 15 PflAPrV – Mündlicher Teil der PrüfungBundesministerium der Justiz / Bundesamt für Justiz · geprüft am 2026-08-30
- Anlage 2 PflAPrV – Kompetenzen für die staatliche PrüfungBundesministerium der Justiz / Bundesamt für Justiz · geprüft am 2026-08-30
- Rahmenpläne der Fachkommission nach § 53 PflBGBundesinstitut für Berufsbildung · geprüft am 2026-08-30
Redaktioneller Trainingsfall · Prüfstand 2026-09-01. Der Fall ersetzt keine praktische Einweisung, Kompetenzfreigabe oder verbindliche Prüfungsaufgabe.