Aktueller Bereich: Praxis
2500 Stunden praktische Ausbildung

Aus Einsätzen echte Lerngelegenheiten machen

Jeder Einsatz hat einen anderen Versorgungsauftrag. Mit klaren Lernfragen wird aus Mitlaufen schrittweise begründetes, verantwortetes Pflegehandeln.

  • 8 Einsatzarten
  • Mindestens 10 % geplante Praxisanleitung
  • Vorbereiten · handeln · reflektieren
KI-generierte Illustration: Ein Papierweg verbindet unterschiedliche Praxiseinsätze der PflegeausbildungKI-generierte Illustration
01

Vorbereiten

Versorgungsauftrag, typische Situationen, eigene Lernziele und Sicherheitsgrenzen klären.

02

Handeln

Beobachten, Aufgaben vereinbaren, unter Anleitung durchführen und Entscheidungen laut begründen.

03

Reflektieren

Wirkung, Abweichungen, Kommunikation und nächste Lernschritte nachvollziehbar auswerten.

Erstes und zweites Ausbildungsdrittel400 Stunden

Orientierungseinsatz

Beim Träger der praktischen Ausbildung ankommen, Arbeitsabläufe verstehen, erste Pflegesituationen begleitet gestalten und die eigene Rolle klären.

Fragen für deinen Lernauftrag

  • Wie wird aus einer Beobachtung eine pflegefachlich relevante Information?
  • Welche Tätigkeiten darf ich mit welchem Anleitungsgrad übernehmen?
  • Wie hole ich Rückmeldung ein und dokumentiere meinen Lernfortschritt?
Erstes und zweites Ausbildungsdrittel400 Stunden

Stationäre Akutpflege

Instabile Verläufe, Diagnostik, Therapie, perioperative Pflege, kurze Aufenthalte und sichere Übergänge in einem dynamischen Setting erschließen.

Fragen für deinen Lernauftrag

  • Welche Veränderung verlangt sofortige Eskalation?
  • Wie verbinde ich ärztliche Therapie mit eigenständiger Pflegeprozessverantwortung?
  • Welche Informationen müssen bei Entlassung oder Verlegung sicher weitergegeben werden?
Erstes und zweites Ausbildungsdrittel400 Stunden

Stationäre Langzeitpflege

Langfristige Beziehungen, Lebensqualität, Multimorbidität, Demenz, Teilhabe und kontinuierliche Evaluation in einem Lebensort gestalten.

Fragen für deinen Lernauftrag

  • Wie werden Gewohnheiten, Biografie und Selbstbestimmung im Pflegeprozess wirksam?
  • Wie erkenne ich schleichende Veränderungen gegenüber dem individuellen Ausgangszustand?
  • Wie arbeiten Pflege, Betreuung, Medizin, Therapie und Angehörige verlässlich zusammen?
Erstes und zweites Ausbildungsdrittel400 Stunden

Ambulante Akut- und Langzeitpflege

Pflege in der privaten Häuslichkeit, kurze Einsätze, Selbstorganisation, Angehörigenbeteiligung und Versorgungssicherheit zwischen Besuchen verstehen.

Fragen für deinen Lernauftrag

  • Was kann in einem kurzen Einsatz sicher eingeschätzt und abgesichert werden?
  • Wie respektiere ich Haushaltsautonomie und wahre zugleich fachliche Grenzen?
  • Welche Rückmelde-, Erreichbarkeits- und Notfallwege müssen geklärt sein?
Erstes und zweites Ausbildungsdrittel120 Stunden

Pädiatrische Versorgung

Entwicklungsstand, Familie, altersabhängige Kommunikation, kindliche Sicherheit und die Besonderheiten von Beobachtung und Therapie verbinden.

Fragen für deinen Lernauftrag

  • Was ist altersentsprechend und was eine relevante Abweichung?
  • Wie werden Kind oder Jugendliche und Sorgeberechtigte jeweils beteiligt?
  • Welche Dosierungs-, Gewichts- und Identifikationsrisiken sind besonders kritisch?
Letztes Ausbildungsdrittel120 Stunden

Psychiatrische Versorgung

Personenzentrierte Beziehung, Recovery, Kriseneinschätzung, Deeskalation, Selbst- und Fremdgefährdung sowie rechtliche Grenzen reflektieren.

Fragen für deinen Lernauftrag

  • Wie unterscheide ich Symptom, Bedürfnis, Konflikt und akute Gefährdung?
  • Wie gestalte ich Beziehung, ohne Grenzen oder Sicherheit aufzugeben?
  • Welche Maßnahmen benötigen Einwilligung, rechtliche Grundlage oder sofortige fachliche Eskalation?
Letztes Ausbildungsdrittel500 Stunden

Vertiefungseinsatz

Komplexe Pflegeprozesse im gewählten Versorgungsbereich zunehmend selbständig, umfassend, prozessorientiert und prüfungsnah verantworten.

Fragen für deinen Lernauftrag

  • Wie priorisiere ich mehrere Pflegeanlässe bei begrenzter Zeit?
  • Wie begründe und evaluiere ich Entscheidungen fachlich, rechtlich und ethisch?
  • Wie zeige ich sichere Selbständigkeit und fordere bei Grenzen rechtzeitig Unterstützung an?
Letztes Ausbildungsdrittel160 Stunden

Weiterer Einsatz und freie Verteilung

Zum Beispiel Rehabilitation, Palliation oder Pflegeberatung kennenlernen und den eigenen Kompetenzaufbau gezielt ergänzen.

Fragen für deinen Lernauftrag

  • Welche Perspektive ergänzt meine bisherigen Einsätze?
  • Welche Transferaufgabe nehme ich bewusst aus diesem Feld mit?
  • Wie dokumentiere ich den Kompetenzzuwachs statt nur absolvierte Zeit?
Rechtsrahmen:

Die Stundenverteilung folgt der Pflegeberufe-Ausbildungs- und -Prüfungsverordnung. Einsatzplanung, Fehlzeiten, Anrechnung und konkrete Aufgaben müssen Schule, Träger der praktischen Ausbildung und Einsatzort verbindlich klären.