Aktueller Bereich: Prüfungsfall
CE 08 · Praktisch

Palliative Atemnot: Präsenz, Symptomlinderung und Hilfeweg verbinden

Eine belastende Atemnotsituation ruhig begleiten, angeordnete Maßnahmen sicher anwenden und Angehörige handlungsfähig machen

  • 30 Minuten
  • Fortgeschritten
  • Erwachsene
Ausgangslage

Die Situation

In einer Simulation entwickelt Frau Henning mit fortgeschrittener Tumorerkrankung plötzlich starke Atemnot. Sie greift nach Ihrer Hand und sagt, sie habe Angst zu ersticken. Ihr Ehemann öffnet hektisch das Fenster und fordert mehr von der Bedarfsmedikation. Ein individueller Krisenplan liegt griffbereit. Sie sollen die Situation praktisch begleiten.

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Deine Arbeitsaufträge

Begründe Prioritäten laut oder schriftlich. Öffne den Lösungsweg erst danach.

  1. Stellen Sie Kontakt, Position und unmittelbare Einschätzung her.
  2. Nutzen Sie nichtmedikamentöse und angeordnete Maßnahmen.
  3. Geben Sie dem Ehemann eine sichere Rolle.
  4. Prüfen Sie Wirkung und aktivieren Sie den passenden Hilfeweg.
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CE 08 · Praktisch · 30 Minuten

Palliative Atemnot: Präsenz, Symptomlinderung und Hilfeweg verbinden

Fall-ID PF-CE08-P · Fortgeschritten · Erwachsene

Situation

In einer Simulation entwickelt Frau Henning mit fortgeschrittener Tumorerkrankung plötzlich starke Atemnot. Sie greift nach Ihrer Hand und sagt, sie habe Angst zu ersticken. Ihr Ehemann öffnet hektisch das Fenster und fordert mehr von der Bedarfsmedikation. Ein individueller Krisenplan liegt griffbereit. Sie sollen die Situation praktisch begleiten.

Arbeitsaufträge

  1. Stellen Sie Kontakt, Position und unmittelbare Einschätzung her.
  2. Nutzen Sie nichtmedikamentöse und angeordnete Maßnahmen.
  3. Geben Sie dem Ehemann eine sichere Rolle.
  4. Prüfen Sie Wirkung und aktivieren Sie den passenden Hilfeweg.
Pflegekanzler · Bearbeitungsbogen ohne Musterlösung · Prüfstand 2026-09-01
Beobachtungsanker

Was im Fall nicht verloren gehen darf

  • hohe Symptom- und Angstbelastung
  • Kontaktwunsch
  • überforderter Angehöriger
  • vorhandener individueller Plan
  • Dosisänderungswunsch außerhalb eigener Entscheidung
Lösungsweg öffnenNicht die eine Musterformulierung, sondern eine fachliche Reihenfolge
  1. Frau Henning wird nicht allein gelassen; kurze Sprache, ruhige Präsenz und eine tolerierte atemerleichternde Position werden angeboten.
  2. Belastung, Bewusstsein, Atmung und vereinbarte Warnzeichen werden eingeschätzt, ohne unnötig Unruhe zu erzeugen.
  3. Krisenplan und eindeutig angeordnete Bedarfsmaßnahmen werden geprüft und kompetenzgerecht umgesetzt; Dosierungen werden nicht eigenmächtig verändert.
  4. Der Ehemann erhält eine konkrete unterstützende Aufgabe und verständliche Information über den nächsten Kontakt.
  5. Wirkung und Nebenwirkungen werden zeitnah neu bewertet; bei unzureichender Wirkung wird der festgelegte palliative oder medizinische Hilfeweg aktiviert.
Selbstabgleich

Sechs transparente Bewertungsanker

Prüfe, ob dein Weg diese Aspekte erkennbar und situationsbezogen enthält.

  • Präsenz und Kommunikation
  • Position personengeleitet
  • Plan korrekt genutzt
  • Medikationsgrenze gewahrt
  • Angehöriger eingebunden
  • Wirkung evaluiert
Typische Denkfallen

Woran eine zunächst plausible Antwort scheitern kann

viele Fragen trotz schwerer Atemnot stellen

Fensteröffnung als ausreichende Therapie ansehen

aus Mitgefühl eigenmächtig nachdosieren

Transferfrage

Welche Informationen braucht der Ehemann, um bei einer erneuten Episode vor Eintreffen des Dienstes sicher zu handeln?

Übertrage nicht nur die Maßnahme. Prüfe, welche Informationen, Rollen und Risiken sich im neuen Kontext verändern.

Einordnung

Redaktioneller Trainingsfall · Prüfstand 2026-09-01. Der Fall ersetzt keine praktische Einweisung, Kompetenzfreigabe oder verbindliche Prüfungsaufgabe.