Schlaganfallrehabilitation: Funktion, Alltag und Teilhabe verbinden
ICF-orientierte Ziele aus Person, Aktivität, Umwelt und Teamarbeit ableiten
- 40 Minuten
- Mittel
- Erwachsene
Die Situation
Frau Mensah befindet sich nach einem Schlaganfall in der neurologischen Rehabilitation. Sie kann mit Unterstützung stehen, vernachlässigt aber häufig Gegenstände auf der linken Seite und ermüdet schnell. Ihr wichtigstes Ziel ist, wieder selbst mit ihrer Enkelin im Park spazieren zu gehen. Im Team stehen vor allem Gehstrecke und Kraftwerte im Vordergrund. Ihre Wohnung liegt im zweiten Stock ohne Aufzug; die Tochter kann nur am Wochenende unterstützen.
Deine Arbeitsaufträge
Begründe Prioritäten laut oder schriftlich. Öffne den Lösungsweg erst danach.
- Ordnen Sie Körperfunktion, Aktivität, Teilhabe und Umweltfaktoren.
- Formulieren Sie ein übergeordnetes und zwei kurzfristige Ziele.
- Planen Sie pflegerische Beiträge im interprofessionellen Team.
- Beschreiben Sie die Evaluation jenseits eines reinen Kraftwertes.
Fall als Arbeitsblatt
Der Druckbogen enthält Situation und Arbeitsaufträge, aber weder Lösung noch Erwartungshorizont. Es wird nichts gespeichert oder übertragen.
Schlaganfallrehabilitation: Funktion, Alltag und Teilhabe verbinden
Fall-ID PF-CE07-S · Mittel · Erwachsene
Situation
Frau Mensah befindet sich nach einem Schlaganfall in der neurologischen Rehabilitation. Sie kann mit Unterstützung stehen, vernachlässigt aber häufig Gegenstände auf der linken Seite und ermüdet schnell. Ihr wichtigstes Ziel ist, wieder selbst mit ihrer Enkelin im Park spazieren zu gehen. Im Team stehen vor allem Gehstrecke und Kraftwerte im Vordergrund. Ihre Wohnung liegt im zweiten Stock ohne Aufzug; die Tochter kann nur am Wochenende unterstützen.
Arbeitsaufträge
- Ordnen Sie Körperfunktion, Aktivität, Teilhabe und Umweltfaktoren.
- Formulieren Sie ein übergeordnetes und zwei kurzfristige Ziele.
- Planen Sie pflegerische Beiträge im interprofessionellen Team.
- Beschreiben Sie die Evaluation jenseits eines reinen Kraftwertes.
Was im Fall nicht verloren gehen darf
- Hemiparese und Neglect
- Fatigue
- persönliches Teilhabeziel
- Wohnbarriere
- begrenztes Unterstützungsnetz
Lösungsweg öffnenNicht die eine Musterformulierung, sondern eine fachliche Reihenfolge
- Das persönliche Spaziergangsziel bildet den Sinnhorizont der Planung.
- Neglect, Fatigue, Transfers, Orientierung, Treppen und Umfeld werden gemeinsam betrachtet.
- Pflege übt alltagsnahe Aktivitäten dosiert und macht hilfreiche Strategien im Tagesverlauf sichtbar.
- Physio-, Ergo-, Sozialdienst und Angehörige stimmen Ziele und Umgebungsanpassung ab.
- Evaluation umfasst sichere Aktivität, Selbstständigkeit, Belastung und tatsächliche Teilhabe.
Sechs transparente Bewertungsanker
Prüfe, ob dein Weg diese Aspekte erkennbar und situationsbezogen enthält.
- ICF-Komponenten korrekt
- Personenziel leitend
- Ziele überprüfbar
- interprofessionelle Rollen klar
- Umweltfaktoren berücksichtigt
- Teilhabe evaluiert
Woran eine zunächst plausible Antwort scheitern kann
nur Gehstrecke als Erfolg messen
Ziele ohne Frau Mensah formulieren
Wohnsituation erst kurz vor Entlassung beachten
Wie verändert sich der Plan, wenn das Ziel nicht Gehen, sondern selbstständige Nutzung eines Rollstuhls im Quartier ist?
Übertrage nicht nur die Maßnahme. Prüfe, welche Informationen, Rollen und Risiken sich im neuen Kontext verändern.
Einordnung
- § 14 PflAPrV – Schriftlicher Teil der PrüfungBundesministerium der Justiz / Bundesamt für Justiz · geprüft am 2026-08-30
- Anlage 2 PflAPrV – Kompetenzen für die staatliche PrüfungBundesministerium der Justiz / Bundesamt für Justiz · geprüft am 2026-08-30
- Rahmenpläne der Fachkommission nach § 53 PflBGBundesinstitut für Berufsbildung · geprüft am 2026-08-30
Redaktioneller Trainingsfall · Prüfstand 2026-09-01. Der Fall ersetzt keine praktische Einweisung, Kompetenzfreigabe oder verbindliche Prüfungsaufgabe.